Ted Annemann

Foto:Ted Annemann

passt hervorragend und stellvertretend als historische Figur in diese Rubrik. Er war so zu sagen der "Vater der Mentalmagie", wurde am 22. Februar 1907 geboren und starb im Januar 1942 durch Selbsttötung, kurz vor einem Auftritt. Er war "Kreateur" vieler, noch heute genutzter Techniken der Mentalisten. Eines seiner damaligen spektakulärsten Kunststücke war sein "Kugelfang".

Linklisten

Inhaltsbereich: Berühmtheiten der Zauberkunst

  • zurück


  • In der Zauberkunst gab und gibt es Berühmtheiten, die in der jeweiligen Zeit international bekannt waren bzw. bekannt sind. Es wird in dieser Aufzählung nicht unterschieden, ob es in der Szene oder in der Bevölkerung bekannte Künstler waren oder sind. Hier finden Sie also eine Auswahl von diesen bekannten Persönlichkeiten, chronologisch nach Geburtsjahr geordnet.


    1900-1999


    Fredo Marvelli (1903-1971)

    Fredo Marvelli sen. wurde am 04. Mai 1903 im heutigen Polen geboren. Er begann 1920 seine Laufbahn als Zauberkünstler und wurde 1923 Profi. Er sah in der Magie die Vollendung geistig-künstlerischen Schaffens und nicht nur eine höhere Stufe artistischer Geschicklichkeit. Marvelli sen. brach das in Deutschland streng gehütete Tabu, dass die geheiligten Tempel der Kunst - die Konzertsäle - nur den "schönen" Künsten geöffnet werden dürfen. Seine großen Erfolge erzielte er in den 20er und 30er Jahren. Seine "eigenen Abende" - vom Beethovensaal in Berlin ausgehend - genossen Weltruf. Erfolgreiche Tourneen durch Nordafrika und Südamerika folgten.
    1937 und 1938 gewann er jeweils den 1. Preis des Magischen Zirkels von Deutschland und führte seine Programme Ende der 30 er Jahre im Stile Hofzinsers. Anfang der 40er Jahre mit Auftrittsverbot belegt startete er nach dem 2.Weltkrieg zu seiner zweiten Karriere.
    1955 ging er in den Ruhestand mit dem Beinamen "Paganini der Zauberkunst". Seinen Bühnennamen gab er an seinen Adoptivsohn Olof Becher weiter, der ihn ebenfalls bis zu seinem Tode führte. Fredo Mervelli starb am 06. Mai 1971.

    Punx (1907-1996)

    Punx, mit bürgerlichem Namen, Ludwig Hanemann, wurde am 27.Oktober 1907 in Worcestershire in England als Sohn deutscher Eltern geboren. Noch als Kind zog er mit seinen Eltern nach Deutschland und wurde durch eine Vorführung des Zauberkünstlers Dante, welche er mit seinem Großvater sah, dazu inspiriert, diese Kunst zu erlernen.
    1930 gab er sein Debut als Amateurzauberkünstler. Im Jahr 1932 gründete er zusammen mit anderen in Bremen eine Zweigstelle des Deutschen Magischen Zirkels. Hauptberuflich war Punx bis zu diesem Zeitpunkt Handelsvertreter.
    Punx geriet als Sanitäter der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg 1944 in Frankreich in britische Gefangenschaft, von wo er schon 1946 nach Westdeutschland zurückkehrte. 1948 wurde er hauptberuflicher Künstler und schon bald wurde er dritter Träger des Hofzinserrings aufgrund seines innovativen Showacts für das Theater.
    1985 setzte sich Punx offiziell zur Ruhe und gab den Ring an den Zauberkünstler und Trickgerätehändler Werry ab.

    In einem Fernsehportrait wurde Punx geehrt, Ausschnitte aus seinem Programm finden Sie hier:
    Ausschnitt Auftritt Punx
    Eine große Anzahl hervorragende Fachliteratur wurde von Punx geschrieben und an die Fachwelt weitergegeben. Punx starb am 11. Februar 1996.

    David Berglas (1926)

    David Berglas wurde am 30. Juli 1926 geboren. Noch als Kind floh er als Zwölfjähriger vor den Nazis nach England.
    Die Unwahrheit bzgl. seines Alters erzählend, trat er der US Army bei, um im Zweiten Weltkrieg an der Seite der Alliierten gegen die Nazis zu kämpfen.
    Nach einem Treffen mit dem Zauberkünstler Ken Brooke im Jahr 1947, erlernte er die Zauberkunst und studierte dabei Psychotherapie.
    Im Jahre 1953 wurde er Berufszauberkünstler und glänzte dabei mit Bühnentaschendiebstahl, Gedächtniskunst, Mentalzauberkunst und ungewöhnlichen Kunststücken. Im gleichen Jahr startete er eine Fernsehkarriere als Zauberkünstler und war im Laufe der Jahre in diversen Fernsehsendungen des britischen Fernsehens, in Holland, Deutschland und Schweden zu sehen.

    Er gewann die wichtigsten Preise in der Zauberkunst und verstand es, Legendenbildung zu betreiben. David Berglas ist heute in der "Magischen Szene" einer der bekanntesten Künstler überhaupt.
    Interview mit David Berglas
    David Berglas' Effekt "Der Berglas Effekt", ein spezielles Kartenkunststück, gibt noch immer Tausenden von Fachleuten Rätsel auf.

    Larry Becker (1929)

    Larry (Lawrence)Becker wurde am 13. August 1929 in Baltimore, Maryland (USA) geboren. Der Kopf einer Werbe- und Marketingagentur wurde während einer Vorführung von Dante zur Zauberkunst inspiriert.
    Von 1969 bis 1984 bestritt Becker als Semiprofi die Zauberkunst, bevor er in das Profilager wechselte. Zwei seiner bekanntesten Effekte sind "Das Russische Roulette" und seine "Schlagzeilenvorhersage".
    Im Jahr 1981 wurde er Mentalist des Jahres.
    Zahlreiche Werke schriftlicher als auch multimedialer Natur brachte Becker auf den Markt, darunter sein umfangreichstes Werk "Stunners" und "Stunners plus", in welchen er die meisten seiner Kreationen veröffentlichte.

    Auf diesem Video sehen Sie einen kleinen Ausschnitt aus seinem Programm. Casino Royal von Larry Becker

    David Copperfield (1956)

    David Copperfield, dessen ursprünglicher Name David Seth Kotkin war, wurde am 16. September 1956 in New Jersey in Metuchen geboren. Sein Vater "Hy" war Inhaber eines Bekleidungsgeschäftes, seine Mutter Rebecca Versicherungsagentin. Im Alter von 12 Jahren sah er in einem Zaubergeschäft einige Demonstrationsvorführungen und wurde vom "Zaubervirus" befallen. Der damals als schüchtern geltende Junge überwand mithilfe der Zauberkunst seine Unsicherheiten. Kurze Zeit später wurde er für ein paar Dollar als "Davino, the Boy Magician" für Kindergeburtstage engagiert.
    1975 feierte er seine ersten beachtlichen Erfolge mit einem "Magischen Musical", welches für 8 Monate gespielt wurde und für das er sein Studium an der "Fordham University" beendete. Kein Musical wurde in Chicago länger gespielt. In dieser Zeit nahm er auch den Namen David Copperfield an, eine "Leihgabe" von Charles Dickens. David fand den Namen so klangvoll.
    Außerdem spielte er Anfang der 80 er Jahre in einer Nebenrolle in dem Film "Terrortrain", deutscher Titel "Monster im Nachtexpress", wofür er auch die notwendigen Illusionen lieferte.
    Nach der Rückkehr aus Chicago bekam er die Fernsehshow "The Magic of ABC", mit der er traumhafte Einschaltquoten erzielte.

    Bis zumJahr 1995 drehte er aufgrund des TV-Show Erfolges 16 Fernsehspecials unter dem Titel "The Magic of David Copperfield".

    Als bisher einziger Zauberkünstler bekam David Copperfield 1995 einen Stern auf dem berühmten Walk of Fame in Hollywood. David Copperfield erhält seinen Stern.
    Er ist einer der am besten bezahltesten Zauberkünstler der Welt.

  • zurück

  •