Ted Annemann

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passt hervorragend und stellvertretend als historische Figur in diese Rubrik. Er war so zu sagen der "Vater der Mentalmagie", wurde am 22. Februar 1907 geboren und starb im Januar 1942 durch Selbsttötung, kurz vor einem Auftritt. Er war "Kreateur" vieler, noch heute genutzter Techniken der Mentalisten. Eines seiner damaligen spektakulärsten Kunststücke war sein "Kugelfang".

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Inhaltsbereich: Berühmtheiten der Zauberkunst

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  • In der Zauberkunst gab und gibt es Berühmtheiten, die in der jeweiligen Zeit international bekannt waren bzw. bekannt sind. Es wird in dieser Aufzählung nicht unterschieden, ob es in der Szene oder in der Bevölkerung bekannte Künstler waren oder sind. Hier finden Sie also eine Auswahl von diesen bekannten Persönlichkeiten, chronologisch nach Geburtsjahr geordnet.


    1700-1799


    Philadelphia (1735-1795)

    Philadelphia (1735-1795) hieß eigentlich schlicht und einfach Jakob Meyer, doch nannte er sich nach seiner Geburtsstadt Philadelphia. Er liebte offenbar ein prunkvolles Leben und großspurige Ankündigungen. So gelang es ihm, einen fast legendären Ruf zu bekommen. Dieser wurde allerdings einmal derart eingetrübt, dass er vor einem Auftritt lieber die Flucht ergriff. Der damalige Naturwissenschaftler und Professor Georg Christoph Lichtenberg, der es sich zu Aufgabe gemacht hatte, die Naturwissenschaften vor dem Einfluss von Scharlatanen zu bewahren, veröffentlichte 1777 vor dem Auftritt von Philadelphia, der sich auch als "Experimentalphysiker" bezeichnete, einen so bissigen Text über dessen Arbeit, das sogenannte "Avertissment",der so negativ war, dass Philadelphia den Auftrittsort fluchtartig verlassen haben soll. Als einer der ersten führte er auf der Bühne mithilfe der Laterna Magica Geistererscheinungen vor. Er trat neben England in ganz Europa auf, unter Anderem in Portugal, Österreich, der Türkei und auch in Deutschland.

    Pinetti (ca. 1750-1800)

    Pinetti war Italiener, bereiste aber ganz Europa. Er erwarb sich dabei ein großes Vermögen, das er aber bei Versuchen mit Ballons wieder einbüßte. Er liebte er ein pompöses Auftreten. Seine Experimente erregten damals großes Aufsehen. Er war einer der Ersten, der mit einer sogenannten Hellseh-Darbietung aufwartete: Hierbei spielte seine Assistentin (seine Frau) ein Medium, welches aus dem Publikum an Pinetti gereichte Gegenstände beschreiben konnte, obwohl sie diese nicht sehen konnte.

    Bartholomeo Bosco (1793-1863)

    Bartholomeo Bosco (1793-1863), gebürtiger Italiener, geriet als napoleonischer Soldat in russische Kriegs­gefangenschaft und wurde nach Sibirien verbannt. Ob er hier seine Kunst zu zaubern entdeckt hatte, ist nicht ganz klar. Nach seiner Entlassung verschrieb er sich ganz der Zauberkunst. Er war einer der Zauberkünstler, die klar machten, dass sie mit Tricks arbeiteten. Bosco war ein sehr beliebter Zauberkünstler, der nicht nur in Theatern, sondern auch auf der Straße für das "gemeine Volk" auftrat. Durch alle Länder Europas führte ihn sein Weg. Bosco war ein typischer "Salonmagier" (heute würde man wohl "Stand-up-Magier") sagen. Sein stärkster Trick war das alte Becherspiel, bei dem ihm eine märchenhafte Geschicklichkeit nachgesagt wurde. Bosco nutzte für das Becherspiel nicht nur Bälle, sondern auch andere Gegenstände des täglichen Lebens. Er starb in seiner Wahlheimat in Dresden.

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